Neem - Was ist das?
Neem (botanisch: Azadirachta indica) ist ein immergrüner Baum, der ursprünglich aus Indien und anderen Teilen Südasiens stammt. Er gehört zur Familie der Mahagonigewächse (Meliaceae) und wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin, Landwirtschaft und Körperpflege genutzt.
Neem Herkunft und Verbreitung
Der Neembaum wächst in tropischen und subtropischen Regionen und ist besonders anpassungsfähig gegenüber trockenen Klimabedingungen. Heute ist Neem nicht nur in Asien, sondern auch in Afrika, Südamerika und Australien verbreitet.
Pflanzenteile und Inhaltsstoffe
Nahezu alle Teile des Neem-Baums finden Verwendung:
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Blätter
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Samen und Samenöl (Neemöl)
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Rinde und Holz
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Blüten und Früchte
Diese Pflanzenteile enthalten eine Vielzahl bioaktiver Substanzen, darunter:
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Azadirachtin: wirkt insektizid
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Nimbin und Nimbidin: wirken entzündungshemmend und antimikrobiell
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Salannin: wirkt insektenabweisend
Anwendungsbereiche
Neem wird heute in verschiedenen Bereichen genutzt:
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Pflanzenschutz: als biologisches Mittel gegen Schädlinge, insbesondere im ökologischen Landbau
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Haut- und Körperpflege: in Seifen, Shampoos, Cremes oder Zahnpflegeprodukten
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Tierpflege: zur Unterstützung bei Hautproblemen oder Parasitenbefall
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Traditionelle Medizin: in der ayurvedischen Heilkunde z. B. bei Hauterkrankungen, Verdauungsproblemen oder Entzündungen
Umweltfreundliche Alternative
Neem gilt als nachhaltige und umweltschonende Alternative zu chemischen Produkten, insbesondere im Bereich des Pflanzenschutzes. Die Inhaltsstoffe zersetzen sich in der Umwelt schnell und reichern sich nicht in Böden oder Gewässern an.